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Die Geschichte des Club of Rome

Posted By The Club of Rome On July 11, 2012 @ 8:51 pm In Default | Comments Disabled

Die Geburt des Club of Rome

Eine ruhige Villa und ein Urknall

 

Im April 1968 traf sich eine keine Gruppe von internationalen Diplomaten, Industriellen, Akademikern und Personen aus der Zivilgesellschaft in einer ruhigen Villa in Rom. Auf Einladung des italienischen Industriellen Aurelio Peccei und des schottischen Wissenschaftlers Alexander King kamen sie zusammen, um über das vorherrschende Denken auf kurze Sicht im Bereich der internationalen Angelegenheiten, besonders bezüglich des uneingeschränkten Verbrauchs von Ressourcen in einer immer stärker voneinander abhängigen Welt, zu diskutieren.

 

Die Teilnehmer des Treffens haben sich dazu bereit erklärt, während des nächsten Jahres das Bewusstsein von Politikern und Entscheidungsträgern weltweit in Bezug auf entscheidende globale Themen der Zukunft zu schärfen. Sie haben zu diesem Zweck einen neuen Ansatz entwickelt, der sich auf die Langzeitauswirkungen wachsender globaler Verflechtungen konzentriert und Systemdenken anwendet, um das Warum und das Wie zu verstehen. Der Club of Rome war geboren.

 

Bald war man sich der Neuartigkeit dieses Ansatzes bewusst. 1972 hat das Werben dieser wachsenden Gruppe aus Gleichgesinnten mit der Herausgabe des ersten Berichtes an den Club of Rome weltweit eine neue Reputation erhalten. „Die Grenzen des Wachstums“ wurden vom Club of Rome bei einer Gruppe von Wissenschaftlern des Massachusetts Institute of Technology in Auftrag gegeben. Der Bericht befasste sich mit einigen Szenarien und wies auf die Entscheidungsfreiheit der Gesellschaft hin, um nachhaltigen Fortschritt mit ökologischen Einschränkungen in Einklang zu bringen.

 

Die internationalen Auswirkungen dieser Publikation in der Politik, Wirtschaft und Wissenschaft können am Besten als ‘Urknall’ beschrieben werden. Über Nacht hatte der Club of Rome den Widerspruch des unbegrenzten und ungehemmten Wachstums des materiellen Konsums in einer Welt mit klar begrenzten Ressourcen aufgezeigt und dem Thema so weltweit größte Wichtigkeit zugesprochen.

 

Es wurden mehr als 12 Millionen Kopien des Berichts verkauft, der seinen Fokus auf Langzeitperspektiven und provokative Szenarien legt. Er wurde in mehr als 30 Sprachen übersetzt.

 

Auf diesem Erfolg basierend stieg die Zahl der Mitglieder des Club of Rome mit jeder neuen Ausgabe des Berichtes, der die wichtigsten globalen Probleme der Zeit aufzeigte. Im Besonderen wurde das Ziel erfüllt, das Bewusstsein internationaler Führungskräfte und Entscheidungsträger in Bezug auf die anfälligen Wechselbeziehungen zwischen dem Wirtschaftswachstum und unserem empfindlichen Planeten zu schärfen. Daraufhin wurden in vielen Ländern Umweltministerien eingeführt.

Achtziger und neunziger Jahre

Der Kampf gegen wachsende Komplexität, Globalisierung und zunehmende globale Verflechtungen.

 

Während der achtziger Jahre führte der Club of Rome seine internationale Arbeit auf hohem Niveau fort. Diese Arbeit hat einen bedeutenden Beitrag zur Entwicklung des Konzeptes der Nachhaltigkeit geleistet. Es wurde benötigt, um die gegenseitige Abhängigkeit von Natur und Wirtschaft hervorzuheben.

 

Gleichzeitig erweiterte der Club of Rome seine Arbeitsbereiche und erzielte international wichtige Fortschritte in den Bereichen Bildung, Soziales und Umwelt. Weitere Ausgaben des Berichtes des Club of Rome, wie „Mikroelektronik und Gesellschaft“, „Die Zukunft der Weltmeere“ und „Grenzen der Gewissheit“, beschäftigten sich mit verbreiteten Sorgen, der wachsenden Komplexität und den Verflechtung weltweit wichtiger Themenbereiche.

 

Aufbauend auf der Arbeit der achtziger Jahre führte der Club of Rome in den neunziger Jahren seine Arbeit fort und fokussierte sich dabei auf Themen wie die Digitale Kluft zwischen Nord und Süd, Global Governance und kulturelle Vielfalt. Berichte wie „Ist die Erde noch regierbar?“, „Faktor vier. Doppelter Wohlstand – halbierter Naturverbrauch“ und „Das menschliche Dilemma, Zukunft lernen“ waren in dieser Zeit besonders wegweisend und haben innovative Lösungen für diese Themenbereiche vorgeschlagen.

 

In dieser Zeit wurden auch einige der nationalen Verbände des Club of Rome gegründet, in denen sich interessierte Personen auf nationaler Ebene mit der Organisation von Aktivitäten befassten, sodass die Arbeit des internationalen Clubs weiter verbreitet wurde und das Engagement im Club zunahm.

 

Trotz der umfassenden Aktivitäten des Clubs, begann sich der große Einfluss der ersten Jahren wieder zu verringern, da vermehrt die Auffassung vertreten wurde, globale Probleme würden durch die „Magie des Marktes“ gelöst. Andere Initiativen aus der Zivilgesellschaft begannen mit den Aktivitäten des Clubs zu konkurrieren, da der Club Mühe hatte, seine Ideen der internationalen Gemeinschaft nahe zu bringen und die jüngere Generation für seine Arbeit zu interessieren.

Der Club of Rome im 21. Jahrhundert

Ein neuer Beginn

 

Zu Beginn des 21. Jahrhunderts haben internationale Probleme wie wachsende globale Ungleichheit, die Auswirkungen des Klimawandels und der übermäßige Gebrauch natürlicher Ressourcen gezeigt, dass die grundlegenden Ansichten des Club of Rome richtig sind und so werden den Aktivitäten des Club wieder mehr Aufmerksamkeit geschenkt: unbegrenzter Verbrauch und Wachstum auf einem Planet mit begrenzten Ressourcen kann nicht ewig währen und ist gefährlich.

 

In den letzten Jahren hat der Club of Rome sich mit einer komplett neuen Reihe von Aktivitäten beschäftigt und seine Organisation und seine Ziele modernisiert. Seine Bereitschaft, neue und praktische Wege zu finden, globale Probleme zu verstehen und Worten Taten folgen zu lassen, sind wie immer Priorität.

 

Mit der Zeit wurden die nationalen Verbände immer größer und zahlreicher: insgesamt gibt es weltweit über 30 Verbände mit einer Mitgliederzahl von 1.500 engagierten Personen auf fünf Kontinenten. Die Verbände haben sich zu tragenden Säulen der internationalen Arbeit des Clubs entwickelt. Sie unterstützen mit Hilfe des Europäischen Supportcenters in Wien die Aktivitäten und sorgen für Aufmerksamkeit.

 

Der Club of Rome hat erkannt, dass es von äußerster Wichtigkeit ist, die Sichtweise der jüngeren Generation zu verstehen. Zu diesem Zweck wurde Think Tank 30, bekannt als tt30, im Jahr 2000 gegründet, um so junge Fachleute zu mobilisieren und für den Club zu gewinnen. Der tt30 hat sich zu einem wertvollen Organ des Club of Rome entwickelt, das immer wieder neue Impulse gibt. 

 

Anfang 2008 wurde das Generalsekretariat des Club of Rome von Hamburg nach Winterthur, im Kanton Zürich in der Schweiz, verlegt. Ein neues Team hat sich gebildet und der Club arbeitet eng mit einigen privaten Organisationen und Bildungseinrichtungen zusammen und hat zudem neue Möglichkeiten gefunden, die Öffentlichkeit in seine Arbeit einzubinden.

 

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Diese deutsche Übersetzung [1] wurde innerhalb des Projekts “Kostenlose Website-Übersetzung für NGOs und gemeinnützige Organisationen” [2] von Mondo Services ermöglicht. Übersetzerin: Constanze Wehner


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[2] Kostenlose Website-Übersetzung für NGOs und gemeinnützige Organisationen”: http://de.mondo-lingua.org/website-uebersetzung.html

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