Pressemitteilung: Neuer Bericht an den Club of Rome: Warum Systeme kollabieren und wie wir damit umgehen können



Am 09. und 10. November lädt der Club of Rome zur internationalen Jahreskonferenz nach Wien. Im Vorfeld wird am Mittwoch, den 08.11.2017, der neue Bericht an den Club of Rome “Der Seneca-Effekt: Warum Systeme kollabieren und wie wir damit umgehen können” von Prof. Ugo Bardi offiziell vorgestellt.

Club of Rome Mitglieder kommen aus der ganzen Welt mit internationalen ExpertInnen, ForscherInnen und Gästen in Wien zusammen, um die drängendsten Herausforderungen unserer Zeit sowie Lösungsansätze und Bewältigungsstrategien zu diskutieren. Dazu zählen der Klimawandel, Umweltzerstörung, die stetige Zunahme der Weltbevölkerung, globale Ungleichheit, Migration sowie die politischen Krisen in der westlichen Welt.

Der erste Bericht an den Club of Rome, “Die Grenzen des Wachstums”, warnte bereits 1972 davor, dass ungebremstes Wachstum des materiellen Konsums in einer Welt mit klar begrenzten Ressourcen die Grenzen des Planeten überschreiten und somit zum Kollaps führen könne. Außerdem hielt er fest, dass diese Probleme nicht isoliert betrachtet werden sollten, da sie miteinander agieren, sich gegenseitig
beeinflussen und nur durch eine systemische Gesamtbetrachtung gelöst werden können. Eine holistische, interdisziplinäre, sowie
langfristige Herangehensweise sind seitdem Leitlinien der Arbeit des Club of Rome.

Unter ebendiesen Leitlinien untersucht der neue Bericht “Der Seneca-Effekt: Warum Systeme kollabieren und wie wir damit umgehen können”, welcher nun auf Englisch und Deutsch erschienen ist, die Frage, wie Kollapse in komplexen Systemen entstehen und beschreibt
praxisgerechte Wege und Lösungen, wie man sie vermeiden – oder zumindest bewältigen – kann.

Die globalen Krisen der vergangenen Jahrzehnte zeigen deutlich, dass auch scheinbar stabile Systeme ständig Gefahr laufen zusammenzubrechen: Die Finanzmärkte, Europa, die Demokratie, das Klima.

Der Autor Prof. Ugo Bardi beschäftigt sich bereits seit vielen Jahren mit der Dynamik von Wachstum und Zusammenbrüchen sozio-politischer, ökonomischer und ökologischer Systeme. Nach jahrelanger Forschung hat er das Modell des “Seneca-Effekts” entwickelt: Benannt nach dem römischen Philosophen, der das Phänomen erstmals beschrieb, benennt der “Seneca- Effekt” ein Modell, in dem der Zusammenbruch eines Systems schneller passiert als dessen Aufbau. Es ist der berüchtigte einzelne Tropfen, der das Fass plötzlich zum Überlaufen bringt ‐ ob es um zwischenmenschliche Beziehungen, politische Systeme oder ökologische Probleme wie den Klimawandel geht.

“Der Seneca-Effekt” untersucht die Mechanismen, die zum Kollaps führen und wie wir Gegenstrategien entwickeln können, mit diesen Systemzusammenbrüchen und gesellschaftlichen Veränderungen umzugehen. Er ruft dazu auf, unsere Zukunft aktiv zu
gestalten, um nicht von unweigerlich auftretenden Veränderungen überrascht zu werden.

Dazu ist das Wissen um die Funktionsweise unserer Welt als komplexes System essenziell, welches in diesem Buch verständlich und anschaulich beschrieben wird.

 

Der Autor Ugo Bardi lehrt an der Universität Florenz und widmet sich darüber hinaus Phänomenen in komplexen Systemen. Besonders
angetan hat es ihm der Stoiker Seneca und dessen Erkenntnis, dass die Zerstörung gesellschaftlicher und natürlicher Systeme gemeinhin viel schneller bergab als bergauf geht.
Zu seinem Publikationen zählen “Der geplünderte Planet” (ebenfalls ein Bericht an den Club of Rome) und “The Limits to Growth Revisited”. Er betreibt einen Blog namens Cassandra`s Legacy.

 

“Der Seneca-Effekt – Warum Systeme kollabieren und wie wir damit umgehen können” ist auf deutsch im oekom verlag München erschienen, 320 Seiten, ISBN-13: 978-3-96006-010-9.
Der Club of Rome ist ein Zusammenschluss von Persönlichkeiten aus Politik, Wissenschaft, Kultur und Wirtschaft. Sein Ziel ist es, sich für eine lebenswerte und nachhaltige Zukunft der Menschheit einzusetzen.

*** Pressegespräch ***
mit Ugo Bardi am Mittwoch, den 08.11.2017 um 16:30 Uhr in Wien:
Für eine Anmeldung und für weitere Informationen zum Pressegespräch mit Ugo Bardi in Wien schreiben Sie bitte eine E-Mail an presse@clubofrome.org.

Für Interviewanfragen mit Ugo Bardi und Mitgliedern des Club of Rome
kontaktieren Sie bitte:

Alexander Stefes, Executive Director, astefes@clubofrome.org, +41 (0)52 244 08 08

Pressemitteilung Club of Rome – Der Seneca-Effekt